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descriptionGrafik: Blutstrom
Die Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus nimmt zu: Rund jeder zehnte Deutsche ist bereits betroffen. Doch viele wissen nichts davon und leben mit einer „Zeitbombe“.
descriptionMann trinkt aus Wasserflasche
Starker Durst, Juckreiz oder Impotenz sind nur einige der vielen Anzeichen von Diabetes. Ob die Erkrankung vorliegt, zeigen Blut- und Urinuntersuchungen.
descriptionArzt hält Apfel
Aktive Mitarbeit des Patienten ist gefragt, wenn es darum geht, den Blutzucker mit gesunder Ernährung, ausreichender Bewegung und Medikamenten zu senken.
descriptionInsulinfläschchen
Insulin lässt sich auf verschiedene Weise verabreichen. Aber es werden auch andere Wirkstoffe und Verfahren entwickelt, etwa die Zelltransplantation.
descriptionHand halten
Für Menschen mit Diabetes ist die aktive Unterstützung von Freunden und Familie wichtig. Die ideale Kost: Viel Obst und Gemüse, wenig Eiweiß und Fett.
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Symptome bei Diabetes mellitus

Oft wird Diabetes Typ 2 erst erkannt, wenn schon Folgeschäden aufgetreten sind. Denn die frühen Symptome wie Wadenkrämpfe oder Müdigkeit sind so unspezifisch, dass selten der Verdacht auf die Zuckerkrankheit fällt. Eine einfache Blutzuckermessung kann erste Anhaltspunkte bringen, dann folgen weitere Diagnoseschritte.


Im Überblick



Symptome: von Durst bis Sehstörungen

Welche Symptome bei Diabetes mellitus auftreten, hängt vom Grad des Insulinmangels und den damit verbundenen Stoffwechselstörungen oder von der Dauer der Erkrankung ab. Die wichtigsten Symptome sind:
  • starker Durst
  • vermehrtes Wasserlassen
  • Müdigkeit und Leistungsabfall
  • unerklärbare Gewichtsabnahme (bei Typ 1)
  • Heißhungerattacken
  • Neigung zu Infektionen
  • schlecht heilende Wunden
  • Wadenkrämpfe
  • Sehstörungen
  • Juckreiz
  • Potenzstörungen
  • Acetongeruch der ausgeatmeten Luft (meist nur bei Typ 1)
Anfänglich können besonders bei Diabetes Typ 2 die Beschwerden völlig fehlen, sodass die Diagnose oft zufällig erfolgt. Insgesamt entwickelt sich der Typ-2-Diabetes eher schleichend und nicht selten werden die Symptome übersehen. Bei der Diagnose können jedoch schon Folgeschäden an Herz, Nerven, Nieren oder Augen vorhanden sein. Im Gegensatz dazu beginnt der Diabetes Typ 1 meist plötzlich und heftig mit deutlichem Gewichtsverlust, häufigem Wasserlassen und starkem Durst. Ohne Behandlung kann sich relativ rasch eine Stoffwechselentgleisung bis hin zum diabetischen Koma entwickeln.
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Akute Komplikationen bei Diabetes

Bei Diabetes mellitus kann es zu ausgeprägten akuten Störungen des Blutzuckerhaushaltes in Form von Über- oder Unterzuckerungen kommen. Solche Stoffwechselentgleisungen sind lebensgefährlich. Eine starke Erhöhung des Blutzuckergehaltes (Hyperglykämie) kann zu einer Entgleisung des Zuckerstoffwechsels führen, die im schlimmsten Fall im diabetischen Koma mit Bewusstlosigkeit und Kreislaufversagen enden kann. Auslöser sind meistens Infektionen, Diätfehler, Erkrankungen oder eine fehlende oder schlecht angepasste Insulintherapie. Lebensgefährliche Unterzuckerungen (Hypoglykämien) entstehen, wenn zu viel Insulin gespritzt wurde oder der Patient zu wenig Kohlenhydrate zu sich genommen hat. Auch verschiedene Erkrankungen können eine solche Unterzuckerung auslösen. In jedem Fall muss in diesen Notfallsituationen schnell gehandelt werden. Deshalb sollten Betroffene und ihre Angehörigen die Anzeichen eines beginnenden diabetischen Komas oder der Hypoglykämie kennen, um schnell richtig handeln zu können und sofort den Notarzt zu rufen.
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Das diabetische Koma bedeutet Lebensgefahr

Das diabetische Koma ist eine schwere Stoffwechselentgleisung mit tiefer Bewusstlosigkeit, die durch einen relativen beziehungsweise absoluten Insulinmangel zustande kommt. Im schlimmsten Fall endet das diabetische Koma im Volumenmangelschock und Nierenversagen. Jedes drohende diabetische Koma ist daher ein Fall für den Notarzt und für eine Weiterbehandlung in der Klinik. In einem Viertel der Fälle wird der Diabetes durch ein auftretendes Koma erstmals entdeckt. Infektionen sind der häufigste Auslöser.

Man unterscheidet zwei Formen des diabetischen Komas:

Ketoazidotisches Koma – typisch für Diabetes Typ 1

Der beim Typ-1-Diabetiker auftretende absolute Insulinmangel führt einerseits zu einer Erhöhung des Blutzuckers, andererseits zu einem vermehrten Abbau von Fett in Fettsäuren. Diese Fettsäuren werden nur noch unvollständig zu Ketonkörpern wie Aceton abgebaut, häufen sich im Körper an und führen so zu einer Übersäuerung (Ketoazidose). Diese Übersäuerung ist lebensgefährlich, da sie zu einem ketoazidotischen Koma führen kann. Die Behandlung erfolgt unter anderem durch Gabe von Insulin, Glukose, Kalium und Flüssigkeit.

Warnzeichen für ein beginnendes ketoazidotisches Koma sind:
  • starke Übelkeit mit Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Acetongeruch in der ausgeatmeten Luft (riecht nach Nagellack oder faulen Äpfeln)
  • tiefe Atmung (Kussmaul’sche Atmung)
  • starke Müdigkeit oder Schläfrigkeit
  • Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • Schwächegefühl

Hyperosmolares Koma – typisch für Diabetes Typ 2

Diese Stoffwechselentgleisung betrifft eher Typ-2-Diabetiker, bei denen die Bauchspeicheldrüse in geringem Umfang noch Insulin produziert. Durch den relativen Insulinmangel steigt zwar ebenfalls der Blutzuckerspiegel, jedoch wird durch die Restmenge an Insulin verhindert, dass es zu einer Anhäufung von Ketonkörpern kommt. Man findet daher keine Übersäuerung des Blutes (Azidose) und keine Ketonkörper im Urin, jedoch oft sehr stark erhöhte Blutzuckerwerte (zum Teil über 1.000 mg/dl) und Zeichen eines Flüssigkeitsmangels. Die Behandlung erfolgt in erster Linie durch die Zufuhr von Flüssigkeit und erst dann durch die Gabe von Medikamenten.

Warnzeichen für ein beginnendes hyperosmolares Koma sind:
  • Appetitlosigkeit und Erbrechen
  • Durst und häufiges Wasserlassen
  • Schwächegefühl
  • schnelle Atmung
  • Zeichen der Austrocknung mit Kollapsneigung

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Richtig handeln bei drohendem diabetischen Koma

Jede Überzuckerung (Hyperglykämie) kann individuell sehr unterschiedlich verlaufen und prinzipiell in einem lebensbedrohlichen Koma enden. Während sich das ketoazidotische Koma innerhalb weniger Stunden entwickeln kann, verläuft das hyperosmolare Koma eher schleichend – manchmal sogar über Tage. Deshalb sollten Sie am besten immer mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen, wie Sie bei einer Überzuckerung vorgehen sollten, und dies schriftlich festhalten. Im Allgemeinen sollten Sie folgendermaßen vorgehen:
  • Informieren Sie bei anhaltenden Blutzuckerwerten über 300 mg/dl und Anzeichen wie Übelkeit, Erbrechen, deutlicher Schwäche, Bauchschmerzen oder Acetongeruch umgehend die Rettungsleitstelle.
  • Holen Sie sich unmittelbar Hilfe – zum Beispiel durch Nachbarn – für den Fall, dass Sie bewusstlos werden.
  • Trinken Sie viel und vermeiden Sie körperliche Anstrengung.
  • Messen Sie außerdem Ihren Ketongehalt im Urin mittels Keton-Teststreifen.
Der Notarzt ergreift dann an Ort und Stelle gegebenenfalls weitere Maßnahmen wie Flüssigkeitsersatz durch Infusionen, Insulingabe oder die Gabe von Elektrolyten. In den meisten Fällen erfolgt ein Transport in die Klinik zur weiteren Betreuung. Wichtig ist es dann, zu klären, warum es zu der Stoffwechselentgleisung kam und wie Sie in Zukunft vorbeugen können.
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Symptome bei Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) ist die häufigste Nebenwirkung bei der Behandlung eines Diabetes mellitus mit Insulin und blutzuckersenkenden Tabletten wie Sulfonylharnstoffpräparaten, Gliniden und Sensitizern (Glitazone). Diabetiker erleiden durchschnittlich ein bis zwei leichte Unterzuckerungen (Hypoglykämie) pro Woche. Prinzipiell ist bei jeder Unterzuckerung zu viel Insulin im Verhältnis zu Kohlenhydraten vorhanden.

Von einer Unterzuckerung oder Hypoglykämie spricht man, wenn der Blutzucker unter 50 mg/dl absinkt und dabei Symptome auftreten. Unbehandelt kann eine Hypoglykämie in einen lebensbedrohlichen Schock übergehen. Die Symptome bei einer Unterzuckerung sind vielfältig und laufen meist nach einem persönlichen Muster ab. Bei Patienten mit diabetischer Neuropathie können die typischen Beschwerden auch ganz fehlen, und es kommt rasch zu Krämpfen und Bewusstlosigkeit. Folgende Symptome können auftreten
  • Heißhungerattacke
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Schwäche
  • Blässe
  • Schwitzen
  • Zittrigkeit
  • Herzklopfen
  • Kribbeln
  • Kopfschmerzen
  • Nervosität
  • Sehstörungen
  • Schwindel
  • Verwirrung
  • Bewusstseinsstörungen
  • Krämpfe
  • Bewusstlosigkeit
Die Ursachen für eine Hypoglykämie sind:
  • relative Überdosierung von Insulin oder blutzuckersenkenden Medikamenten
  • Wechselwirkung blutzuckersenkender Medikamente
  • zu große körperliche Belastung
  • Alkoholkonsum
  • zu großer Spritz-Ess-Abstand

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Richtig handeln bei einer Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Auch bei einer Unterzuckerung muss schnell gehandelt werden. Leichte Unterzuckerungen können Sie selbst behandeln, bei einer schweren Unterzuckerung sind Sie auf fremde Hilfe angewiesen.

Leichte Unterzuckerung

Wenn Sie als Diabetiker Symptome einer Hypoglykämie wie Zittern, Schweißausbrüche, Herzklopfen oder Heißhunger verspüren, sollten Sie umgehend Kohlenhydrate zu sich nehmen, zum Beispiel
  • sechs Blättchen Traubenzucker
  • acht Stück Würfelzucker
  • 120 Mililiter Fruchtsaft oder Cola
Haben Sie dies nicht zur Hand, können Sie auch Süßigkeiten essen – nur Schokolade ist bei einer Hypoglykämie ungeeignet, weil sie wegen des enthaltenen Fettes zu langsam wirkt. Grundsätzlich führen in Flüssigkeit gelöste Kohlenhydrate zu einem rascheren Blutzuckeranstieg als feste Nahrungsmittel. Setzen oder legen Sie sich hin und warten Sie, bis die Hypoglykämie nach einigen Minuten abgeklungen ist. Messen Sie dann Ihren Blutzucker. Zur Stabilisierung des Blutzuckers können Sie anschließend Obst oder Brot zu sich nehmen.

Schwere Unterzuckerung

Das Risiko, dass sich aus einer leichten eine schwere Unterzuckerung entwickelt, ist groß. Bei einer schweren Unterzuckerung sind Sie nicht mehr in der Lage, selbst Maßnahmen zu ergreifen – und daher auf die Hilfe anderer angewiesen. Bei einer schweren Unterzuckerung sollte immer der Notarzt informiert werden, der dann Glukose intravenös verabreicht und gegebenenfalls die Einweisung in die Klinik veranlasst.

Was Sie als Angehöriger bei einer schweren Unterzuckerung tun können

Tritt eine schwere Unterzuckerung auf, sollten Sie folgendermaßen vorgehen:
  • Verständigen Sie sofort den Notarzt.
  • Geben Sie dem Betroffenen Traubenzucker oder Fruchtsaft, bevor dieser bewusstlos wird.
  • Ist der Betroffene bewusstlos, machen Sie die Atemwege frei und bringen Sie den Betroffenen in die stabile Seitenlage.
  • Versuchen Sie auf keinen Fall, bei Bewusstlosigkeit zuckerhaltige Getränke einzuflößen.
  • Wenn Glukagon zur Verfügung steht, sollten Sie ein Milligramm spritzen. Dabei sollten Sie sich vorher schon einmal mit der Glukagon-Spritze vertraut gemacht haben.
Wie wird Glukagon gespritzt?

Mit Glukagon lässt sich eine schwere Hypoglykämie in der Regel schnell beheben, denn es führt zu einer schnellen Freisetzung von Zucker aus der Leber. Die Glukagon-Spritze kann vom Arzt verordnet werden und ist im Kühlschrank zu lagern. Glukagon wird in das Unterhautfettgewebe (wie Insulin) oder in den Muskel (zum Beispiel in den seitlichen Oberschenkelmuskel) gespritzt. Nach dem Erwachen sollte der Betroffene sofort Kohlenhydrate – am besten in flüssiger Form – zu sich nehmen, um die Zuckervorräte des Körpers wieder zu ergänzen, denn andernfalls kann nach einer kurzen beschwerdefreien Zeit ein Rückfall in die Hypoglykämie auftreten.

Was können Betroffene vorbeugend tun?
  • für den Notfall immer Traubenzucker griffbereit haben
  • regelmäßig den Blutzucker messen
  • die Insulin- oder Tablettendosis möglichst optimal anpassen
  • Zwischenmahlzeiten einführen, um starke Schwankungen der Blutzuckerwerte zu vermeiden
  • vor dem Sport die Insulindosis und Nahrungsaufnahme anpassen
  • als insulinbehandelter Diabetiker immer eine Glukagon-Spritze bei sich tragen und auch auf Reisen mitnehmen

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Diagnose des Diabetes mellitus

Um Diabetes festzustellen, wird der Blutzuckerspiegel gemessen. Die Messung kann im venösen Blutplasma (Plasma-Glukose) oder Vollblut (Vollblut-Glukose) erfolgen. Die Angaben im Folgenden beziehen sich auf die Messung im venösen Plasma.

Die Diagnose Diabetes ist eindeutig, wenn
  • der Gelegenheitsblutzucker 200 mg/dl (11,1 mmol/l) oder mehr beträgt
  • der Nüchternblutzucker bei zweimaliger Testung 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder mehr beträgt
Die Messung des Gelegenheitsblutzuckers kann zu jeder beliebigen Tageszeit erfolgen, man muss dabei nicht nüchtern sein. Für eine Nüchternuntersuchung sollte der Patient acht Stunden vorher nichts gegessen haben. Die Nüchternblutzuckerwerte werden neuerdings bevorzugt zur Diagnostik herangezogen, weil sie weltweit einfach zu handhaben sind. In jedem Fall sollte die Bestimmung zur Sicherheit wiederholt werden. Die alleinige Urinuntersuchung auf Glukose ist zur Diagnose eines Diabetes mellitus nicht geeignet. Sind die Messwerte grenzwertig, das heißt liegt der Nüchternblutzucker zwischen 100 und 125 mg/dl, wird als nächster Schritt der orale Glukosetoleranztest (OGTT) durchgeführt.

Oraler Gluosetoleranztest (OGTT)

Bei diesem Test sollte der Betroffene seit zehn Stunden nüchtern sein und sich zuvor mindestens drei Tage lang kohlenhydratreich ernährt haben. Rauchen ist vor und während des Tests nicht erlaubt und man sollte während des Tests sitzen oder liegen.

Der Patient bekommt eine standardisierte Trinklösung mit 75 Gramm Glukose verabreicht, die er innerhalb von fünf Minuten trinken soll. Zu Beginn und nach 120 Minuten wird Blut abgenommen und der Blutzucker bestimmt.

Die Diagnose Diabetes ist eindeutig, wenn der Zwei-Stunden-Wert 199 mg/dl (11,1 mmol/l) oder mehr beträgt. Liegt der Zwei-Stunden-Wert zwischen 140 und 200 mg/dl (7,8 mmol/l -11,1 mmol/l, venöses Plasma), dann spricht man von einer „gestörten Glukosetoleranz“. Verschiedene körperliche Faktoren (Diäten, Herzinfarkt, fieberhafte Infekte, längere Bettruhe) sowie einige Medikamente können den Test stören und zu falschen Blutzuckerwerten führen.

Urinuntersuchung

Ab einem Blutzuckerwert von etwa 160 bis 180 mg/dl (Nierenschwelle) scheidet die Niere Zucker mit dem Urin aus. Der ausgeschiedene Zucker kann dann mit einem Teststreifen nachgewiesen werden. Bei fortgeschrittener Nierenschädigung kann jedoch die Nierenschwelle erhöht sein, sodass selbst bei sehr hohen Blutzuckerwerten keine Glukose im Urin ausgeschieden wird. Daher ist die Urinuntersuchung zur Diagnose eines Diabetes ungeeignet. Der Nachweis von Aceton im Urin (sogenannte „Ketonurie“) kann auf eine bereits eingetretene Stoffwechselentgleisung hinweisen.

Antikörpertest

Mit mittlerweile einfachen Bluttests kann bei Personen mit erhöhtem Risiko für einen Diabetes Typ 1 festgestellt werden, ob verschiedene Antikörper (Inselzellantikörper, Insulinautoantikörper, GAD- und IA2-Antikörper) vorhanden sind. Aufgrund von Anzahl und Konzentration der nachgewiesenen Antikörper lässt sich das Risiko, an einem Diabetes Typ 1 zu erkranken, beurteilen. Eine exakte Voraussage ist allerdings nicht möglich.

Interessant ist dieser Test für Kinder und Geschwister von Typ-1-Diabetikern, aber auch in Fällen, in denen nicht klar ist, ob es sich um einen Diabetes Typ 1 oder Typ 2 handelt. Auch bei spät einsetzendem Diabetes Typ 1 bei 50-, 60- und 70-jährigen Menschen kann der Antikörpertest die Diagnose ermöglichen. In diesem Zusammenhang wird auch von LADA-Diabetes gesprochen, abgeleitet von „Latent Autoimmune Diabetes in the Adult“.
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Begleitende Erkrankungen und Spätfolgen von Diabetes mellitus

Die möglichen Spätfolgen eines Diabetes mellitus sind für die Lebensqualität und die Lebensaussicht der Betroffenen entscheidend. Wie genau die chronischen Schäden entstehen, ist noch nicht endgültig geklärt. Fest steht jedoch, dass die Entstehung beziehungsweise das Fortschreiten der Schäden von Dauer und Schweregrad der Zuckerkrankheit bestimmt werden. Es spielen aber auch andere Risikofaktoren wie Rauchen oder erhöhte Blutfette, eine Rolle. 

Die häufigsten Spätfolgen sind: Diabetiker leiden sehr oft unter Gefäßerkrankungen

Besondere Bedeutung kommt den Gefäßerkrankungen zu, in deren Folge es unter anderem zu Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen kann. Sie bestimmen heute in weiten Kreisen unserer Bevölkerung die Lebenserwartung – nicht nur bei Menschen mit Diabetes. Tatsache aber ist, dass Diabetespatienten noch häufiger als der Durchschnitt Gefäßstörungen entwickeln. Dabei lassen sich medizinisch zwei große Gruppen von Gefäßkrankheiten (Angiopathien) voneinander unterscheiden: die Makroangiopathie, bei der die großen und mittleren Arterien im Herzen, im Gehirn und in den Beinen betroffen sind, und die Mikroangiopathie, die die kleinsten Blutgefäße an den Nieren, der Netzhaut und den Nerven befällt.
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Arteriosklerose und Herzinfarkt

Der Erkrankungsverlauf eines Menschen mit Diabetes wird im Wesentlichen durch die Schäden an den großen und mittleren Arterien bestimmt.

Sind die Herzkranzgefäße von der Makroangiopathie betroffen, droht ein Herzinfarkt, an dem immer noch 55 Prozent der Diabetiker sterben. Die Beschwerden wie Enge- oder Druckgefühl oder Brennen hinter dem Brustbein, die einem solchen Ereignis in der Regel vorangehen, sind bei Diabetikern wegen der begleitenden Nervenschädigungen oft nur gering ausgeprägt. Das Risiko für eine koronare Herzerkrankung (KHK) und einen Herzinfarkt steigt sowohl für Typ-1- als auch für Typ-2-Diabetiker mit der Dauer der Diabeteserkrankung.

Im Gehirn führt die Gefäßerkrankung bei jedem zehnten Diabetiker zu einem Schlaganfall. Außerdem können die größeren und mittleren Blutgefäße der Beine eingeengt oder sogar verschlossen sein – es kommt zur sogenannten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz PAVK. Dabei treten oft typische Beschwerden in Form von Schmerzen in der Wade oder auch im Oberschenkel auf, die zum Stehenbleiben zwingen und der Erkrankung auch den Namen „Schaufensterkrankheit“ gegeben haben. Diese Erkrankung tritt bei jedem fünften Diabetiker auf. Auch hier können Schmerzen als Warnsignal fehlen.

Neben Diabetes gibt es für Gefäßerkrankungen noch weitere Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte. Die Kombination mehrerer solcher Faktoren vervielfacht die Gefahr, dass sich die Blutgefäße arteriosklerotisch verändern. Es lohnt sich daher insbesondere für Menschen mit Diabetes, jeden einzelnen Risikofaktor anzugehen und nach Möglichkeit auszuschalten. Für Betroffene ist es wichtig, frühzeitig einer Arteriosklerose oder Herzinfarkt vorzubeugen. Nehmen Sie deshalb alle Untersuchungstermine wahr, die Sie mit Ihrem Arzt im Gesundheits-Pass Diabetes festgehalten haben.

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Der diabetische Fuß

Das diabetische Fußsyndrom ist eine sehr gefürchtete Folgeerkrankung des Diabetes mellitus, weil die Behandlung schwierig und langwierig ist. Etwa 14 Prozent aller Diabetespatienten sind jährlich wegen Fußkomplikationen in ärztlicher Behandlung. Man unterscheidet zwischen Nervenschädigungen des Fußes, die zu einem gestörten Empfinden führen, und Störungen der Durchblutung. In vielen Fällen sind beide Formen miteinander kombiniert und haben schmerzlose Geschwüre zur Folge. Häufigster Auslöser von Verletzungen am Fuß sind ungeeignete Schuhe. 

Nervenstörungen
Nerven- oder Gefühlsstörungen durch Diabetes (diabetische Neuropathie) äußern sich durch
  • Missempfindungen in den Beinen und Zehen, zum Beispiel Kribbeln oder Ameisenlaufen
  • gestörte Berührungsempfindlichkeit
  • gestörtes Schmerz- und Temperaturempfinden.
Dies hat zur Folge, dass der Betroffene Verletzungen am Fuß oft wochenlang nicht wahrnimmt. Geradezu verhängnisvoll wirkt sich dies aus, wenn gleichzeitig noch die Durchblutung eingeschränkt ist.

Durchblutungsstörungen
Eine Durchblutungsstörung am Fuß macht sich bemerkbar durch
  • kalte, blasse Füße
  • dünne, trockene Haut
  • fehlende Fußpulse
  • Schmerzen beim Gehen
Es entsteht die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK).

Dramatische Folgen
Als Folge von Verletzungen entwickeln sich an druckbelasteten Stellen wie Ferse oder Fußballen häufig Geschwüre, die sich infizieren können und nur schwer wieder verheilen. Neben der Therapie vorliegender Gefäßerkrankungen und der Infektionskontrolle sind eine sorgfältige Wundbehandlung und Druckentlastung wesentlich. Bei schweren Infektionen ist eine stationäre Behandlung erforderlich. Im weiteren Verlauf können sich Haut- und Knochennekrosen entwickeln, die bei immerhin zwei Prozent aller Diabetespatienten zur Amputation führen. Deshalb: Nehmen Sie jede auch noch so kleine Verletzung an den Füßen ernst! Um einem diabetischen Fußsyndrom vorzubeugen, sollten Sie unbedingt alle Untersuchungstermine wahrnehmen, die Sie mit Ihrem Arzt im Gesundheits-Pass Diabetes festgehalten haben.
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Netzhauterkrankung (Retinopathie) und Erblindung

Zu den Spätfolgen des Diabetes mellitus gehört auch eine Erkrankung der kleinen Blutgefäße (Mikroangiopathie). Besonders häufig betroffen sind hiervon die Augen, genauer gesagt: die Netzhaut. Die entstehenden Schäden nennt man diabetische Retinopathie. In Deutschland ist Diabetes immer noch die häufigste Ursache für Erblindung. Menschen mit Diabetes Typ 1 sind wesentlich häufiger von einer Retinopathie betroffen: Nach 15 Jahren leiden über 90 Prozent von ihnen daran. Bei Typ-2-Diabetikern findet man bei 36 Prozent Veränderungen an der Netzhaut, wenn erstmals Diabetes festgestellt wird. Der weitere Verlauf hängt vom Verlauf der Erkrankung ab.

Die diabetische Retinopathie

Bei der diabetischen Retinopathie bilden sich zu Beginn kleine Aussackungen – sogenannte Mikroaneurysmen – an den Kapillaren der Netzhaut. Die Mikroaneurysmen kommen durch Ablagerungen aus Zuckern, Eiweißen und Fetten (Plaques) zustande. Diese Plaques können einreißen und das Gefäß verschließen. Bei der proliferativen Retinopathie bilden sich außerdem neue Blutgefäße an der Netzhaut. Als Folge können Blutungen oder kleine Infarkte an der Netzhaut oder am gelben Fleck (Makula) auftreten. Häufig auftretende Blutungen und Infarkte können dann zu einer Netzhautablösung und zur Erblindung führen.

Netzhautablösungen können sich durch „Lichtblitze“ oder „Rußregen“ bemerkbar machen. Die diabetische Retinopathie verläuft jedoch lange Zeit ohne Symptome, obwohl bei einer Augenuntersuchung schon erhebliche Veränderungen an der Netzhaut sichtbar sein können. Da fortgeschrittene Veränderungen eine deutlich schlechtere Prognose haben, ist ein frühes Erkennen durch den Augenarzt äußerst wichtig.

Folgendes Schema gilt für augenärztliche Kontrolluntersuchungen:
  • Bei Diabetes Typ 1: Erstuntersuchung in der Regel nach dem fünften Erkrankungsjahr beziehungsweise nach dem elften Lebensjahr – danach jährlich
  • Bei Diabetes Typ 2:  Erstuntersuchung sofort nach Diagnosestellung – danach jährlich
  • Wenn bereits eine Retinopathie vorliegt, legt der Augenarzt die Kontrollintervalle fest

Behandlung der Retinopathie
Für die Behandlung beziehungsweise Vorbeugung der Retinopathie spielt eine gute Diabeteseinstellung eine grundlegende Rolle. Zusätzliche Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Rauchen sollten ausgeschaltet werden. Daneben scheinen sich ACE-Hemmer günstig auf das Fortschreiten einer Retinopathie auszuwirken.

Operative Behandlungen
Seit einigen Jahren steht die Laserbehandlung als Erfolg versprechende Maßnahme zur Verfügung. Es wird dabei versucht, veränderte Blutgefäße am Augenhintergrund zu veröden und damit Blutungen vorzubeugen. Somit kann eine Verschlechterung des Sehens aufgehalten werden. Die Operation erfolgt in lokaler Betäubung und kann in der Regel ambulant vorgenommen werden. Bei schwerwiegenden Veränderungen an der Netzhaut kann eine Vitrektomie in Betracht kommen. Bei dieser Operation werden Glaskörperblutungen und Gewebewucherungen entfernt und die Netzhaut wieder angelegt.
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Diabetische Nephropathie

Die durch den Diabetes mellitus verursachte Erkrankung der kleinen Gefäße (Mikroangiopathie) betrifft häufig auch die Niere (diabetische Nephropathie). Durch den hohen Zuckergehalt des Blutes verdicken sich die Wände der kleinen Blutgefäße in den Nierenkörperchen und die Filterfunktion der Niere wird zunehmend beeinträchtigt. Dadurch gehen dem Körper kleine Eiweißmoleküle (Albumin) verloren. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem zunehmenden Eiweißverlust über die Niere, zu Blutdrucksteigerung, Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes und Infektanfälligkeit. Ist die Nierenfunktion schließlich hochgradig gestört, spricht man vom Nierenversagen, das eine Dialysebehandlung notwendig macht. In Deutschland machen Menschen mit Diabetes ein Drittel aller Patienten aus, die ständig auf die Dialyse angewiesen sind.

Der beschriebene Verlauf kann durch frühzeitig einsetzende und konsequente Therapie verhindert beziehungsweise hinausgezögert werden. Um eine diabetische Nephropathie rechtzeitig zu erkennen, sollte bei Diabetikern mindestens einmal pro Jahr die Albuminkonzentration im Urin bestimmt werden.

Behandlung der diabetischen Nephropathie

Grundlage der Behandlung sind eine gute Blutzuckereinstellung und die Normalisierung des Blutdrucks. Besonders günstig wirkt sich eine blutdrucksenkende Therapie mit ACE-Hemmern oder AT-II-Antagonisten aus, denen eine spezielle Schutzwirkung auf die Niere zugeschrieben wird. Weitere Therapiemaßnahmen sind der Verzicht auf Nikotin und eine kontrollierte Eiweißzufuhr mit 0,8 Gramm  Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Daneben sollte das LDL-Cholesterin unter 100 mg/dl abgesenkt werden. Eventuell ist auch eine Behandlung mit ASS 100 zur Hemmung der Blutplättchen (Thrombozyten) sinnvoll. 

Nehmen Sie unbedingt alle Untersuchungstermine wahr, die Sie mit Ihrem Arzt im Gesundheits-Pass Diabetes festgehalten haben.

Kontrolluntersuchungen des Blutdrucks und der Nierenfunktion sollten je nach Stadium der Erkrankung zwei- bis viermal im Jahr stattfinden.
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Diabetische Neuropathie

Erkrankungen des Nervensystems im Rahmen eines Diabetes mellitus sind sehr häufig – sowohl bei Diabetes Typ 2 als auch bei Typ 1. Dabei hängt das Erkrankungsrisiko von der Dauer des Diabetes mellitus und der Stoffwechsellage ab. Nach zehnjähriger Krankheitsdauer ist die Hälfte aller Menschen mit Diabetes betroffen. Warum genau es zu Schädigungen der Nerven kommt, ist noch unklar.

Nervenschädigungen durch Diabetes mellitus bezeichnet man als diabetische Neuropathie. Sie kann das somatische und/oder autonome Nervensystem betreffen. Folgende Störungen können resultieren:

Sensomotorische Störungen (periphere sensomotorische Polyneuropathie)

Sie sind die häufigsten diabetischen Nervenstörungen (80 Prozent) und machen sich vor allem an den Füßen und Unterschenkeln – meist beidseitig – durch folgende Symptome bemerkbar:
  • vermindertes Vibrations- und Berührungsempfinden
  • vermindertes Schmerz- und Temperaturempfinden
  • Missempfindungen wie Kribbeln oder Ameisenlaufen
  • Schmerzen oder Brennen (burning feet syndrom)
  • verminderte Reflexe, zum Beispiel Achillessehnenreflex
  • schlaffe Muskellähmungen
  • Lähmungen von Gesichtsmuskeln
Diese Form der Nervenstörung spielt auch für die Entstehung des diabetischen Fußsyndroms eine wichtige Rolle.

Autonome diabetische Neuropathie

Sie betrifft das vegetative Nervensystem und äußert sich durch Störungen an verschiedenen Organen – unter anderem durch:
  • stumme (schmerzlose) Herzinfarkte
  • gestörte Regulation der Herzfrequenz und Herzrhythmusstörungen
  • gestörte Regulation des Blutdrucks und der Durchblutung
  • gestörte Schweißsekretion
  • Bewegungs- und Funktionsstörungen von Magen, Darm und Speiseröhre
  • beeinträchtigte Blasenentleerung, Inkontinenz
  • sexuelle Störungen, zum Beispiel Impotenz
  • gestörte Pupillenreflexe, Augenmuskellähmungen
  • Störungen in der Blutzuckerregulation
Therapie der diabetischen Neuropathie

Wichtigste Therapie ist stets eine optimale Diabeteseinstellung, das heißt eine gute Blutzuckereinstellung und das Erfassen und Ausschalten weiterer Diabetes-Risikofaktoren. Daneben werden verschiedene Medikamente eingesetzt, um die auftretenden Beschwerden zu behandeln – zum Beispiel Schmerzmittel, Antiarrhythmika, potenzsteigernde Mittel oder auch Antidepressiva und Antiepileptika. Der Behandlungserfolg ist jedoch in vielen Fällen sehr eingeschränkt. Zudem haben diese Medikamente erhebliche Nebenwirkungen und dürfen nicht in jedem Fall angewendet werden. Auch physikalische Maßnahmen wie Kälte- und Wärmeanwendungen kommen zum Einsatz.

Medikamente wie Alpha-Liponsäure, Vitamin B1 beziehungsweise Benfotamin oder Cannabisextrakte werden nach neueren Erkenntnissen in den Leitlinien zur Therapie der schmerzhaften diabetischen Polyneuropathie nicht empfohlen, da bisher keine ausreichenden Beweise für ihre Wirksamkeit vorliegen.
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Diabetische Gastroparese

Bei der diabetischen Gastroparese, der Magenlähmung durch Nervenschäden, ist die Magenbewegung und -entleerung gestört. Dadurch wird die Aufnahme der Kohlenhydrate aus der Nahrung unberechenbar. Wird das gespritzte Insulin schneller aufgenommen als die Kohlenhydrate, kommt es zur Unterzuckerung. Hinweise auf eine Störung der Magenentleerung gibt es bei jedem vierten Diabetespatienten. Eine Blutzuckereinstellung sowie eine ballaststoff- und fettarme Diät und die Gabe von Gastroprokinetika sind empfehlenswert. Auch wird in der Regel eine Kostumstellung, eine andere Aufteilung der Essabstände und allgemeine Maßnahmen zur Nahrungsaufnahme wie aufrechte Körperhaltung beim und nach dem Essen sowie gründliches Kauen empfohlen.

Eine neue Therapieoption zur Behandlung der Gastroparese ist die Injektion von Botulinumtoxin in den Magenausgang. Dadurch wird die Verkrampfung des Magenausgangs verringert und die Nahrung schneller weitertransportiert. In ersten Studien war diese Therapie bei knapp der Hälfte der Patienten erfolgreich, die Wirkung hielt bei Männern 3,5 Monate und bei Frauen fünf Monate lang an. In den aktuellen Versorgungsleitlinien wird diese Therapie jedoch nicht empfohlen.

Als weitere Therapieneuerung wird derzeit darüber diskutiert, ein Hormon des Magen-Darm-Traktes – Ghrelin – gegen die Gastroparese einzusetzen. Ghrelin beeinflusst zum Beispiel das Gefühl von Hunger und Sättigung. Bei Diabetikern konnte durch Ghrelin eine beschleunigte Magenentleerung erreicht werden. Allerdings zeigten sich keine Effekte an den vom Patienten empfundenen Beschwerden. In den aktuellen Versorgungsleitlinien wird jedoch auch diese Therapie nicht empfohlen.

Für den Fall, dass bei der Gastroparese keine Therapie anschlägt, wird nun im Rahmen von Studien die Implantation eines Magenschrittmachers versucht. Diese elektrische Stimulation der Magenentleerung kommt bei nicht behandelbarer Gastroparese mit Erbrechen in Betracht.
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Toilettenschild
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Typisches Symptom: Verstärkter Harndrang ist zusammen mit übermäßigem Durst ein Anzeichen für Diabetes mellitus. Oft werden diese jedoch übersehen oder treten nur in schwacher Form auf.
Blutabnahme
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Standardtest Blutzuckermessung: Die Diagnose von Diabetes mellitus erfolgt über den Blutzucker. In der Arztpraxis wird der Blutzuckerspiegel aus einer Blutprobe ermittelt oder durch den Glukosetoleranztest mithilfe einer Zuckerlösung zum Trinken.
Retina, Sehnerv und Makula
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Gefährdete Gefäße: Typische Folgen von Diabetes sind Erkrankungen der kleinen Gefäße, wie beispielsweise in der Netzhaut des Auges. Im schlimmsten Fall erblindet der Patient.