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descriptionSonne
Sonne ist lebenswichtig, zu viel davon jedoch riskant, vor allem für helle Haut. Typbestimmung und UV-Index helfen, das persönliche Risiko zu erkennen.
descriptionSommersprossen
Wie die Haut auf Sonnenlicht reagiert, hängt vom Hauttyp ab. Je heller und damit empfindlicher sie ist, desto höher muss der Lichtschutzfaktor sein.
descriptionSonnenbrand am Rücken
Sonnenbrand und Sonnenallergie sind die negativen Folgen der UV-Strahlen. Dabei sind UV-A und UV-B unterschiedlich gefährlich.
descriptionFrau mit Sonnencreme
Sonnenschutz muss auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein und richtig angewendet werden. Und vor allem: keine direkte Sonne für Kinder bis zu einem Jahr.
descriptionEiswürfel
Kühlen, trinken, eincremen und im Notfall Medikamente lautet die erste Hilfe gegen Sonnenbrand. Lichtdermatosen erfordern zusätzliche Maßnahmen.
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Hilfe gegen Sonnenbrand und Lichtdermatose

Wenige Stunden nach dem Sonnenbad blüht er erst so richtig auf: der Sonnenbrand. Dann ist rasche Hilfe nötig, um ihn schnell wieder abklingen zu lassen. Mit entsprechenden Cremes und Medikamenten beruhigt sich die gereizte Haut innerhalb weniger Tage. Bei einer Sonnenallergie (Lichtdermatose) sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich.

Im Überblick



Wichtig bei der Behandlung von Sonnenbrand

Wenn durch den Sonnenbrand starke Hautschäden entstanden sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch Mittel zum Einreiben können Wechselwirkungen zeigen. Hinweise dazu finden Sie im Beipackzettel. Bei konkreten Fragen und individuellen Problemen berät Sie Ihre Apotheke gerne.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • die Haut schwerwiegend geschädigt ist, das heißt stark gerötet ist und sich Blasen gebildet haben
  • die Hautreaktionen sehr großflächig ist (> 10 % der Hautoberfläche)
  • Sie starke Schmerzen haben
  • Sie mit Fieber, Schüttelfrost und/oder Übelkeit reagieren (Hinweis auf Hitzschlag oder Sonnenstich)
  • Kinder betroffen sind.

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Sonnenbrand: Hilfe aus der Apotheke

Mit jedem Sonnenbrand wächst die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Versuchen Sie deshalb, Sonnenbrand zu vermeiden. Mit einigen Tipps für den Umgang mit der Sonne und Informationen über Sonnenschutzpräparate möchten wir Ihnen dabei helfen.

Ist es doch zu einem Sonnenbrand gekommen, wirken verschiedene Medikamente gegen den Sonnenbrand. Mit kühlenden Umschlägen und einer erhöhten Trinkmenge (Wasser, kein Alkohol) unterstützen Sie die Heilung zusätzlich. Bei starkem Sonnenbrand sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sonnenbrand kann mit juckreiz- und entzündungshemmenden Gelen bzw. Cremes behandelt werden. Sie enthalten Wirkstoffe wie Hydrokortison oder Antihistaminika.

Zubereitungen mit Hydrokortison lindern die entzündlichen Prozesse schnell. Der Sonnenbrand klingt rasch ab. Gleichzeitig wird der Juckreiz zurückgedrängt. Allerdings dürfen diese Mittel nicht großflächig angewandt werden. Sie eignen sich beispielsweise nicht zur Behandlung des ganzen Rückens.

Antihistaminika
(z.B. Bamipin, Dimetinden, Clemastin oder Chlorphenoxamin) lindern ebenfalls die entzündlichen Prozesse und den Juckreiz in der sonnengeschädigten Haut. Als Gel angewandt kühlen sie die verbrannte Haut und wirken abschwellend. Einreibungen mit Antihistaminika dürfen nicht auf offene Wunden oder auf stark entzündete Hautpartien aufgetragen werden. Bei großflächiger Anwendung kann es zu Nebenwirkungen kommen, insbesondere bei Kindern. Zubereitungen mit Dexpanthenol fördern die Wundheilung. Reparaturmechanismen werden beschleunigt. Der Sonnenbrand heilt dann schneller ab. Spezielle Sprays mit Dexpanthenol kühlen und befeuchten zusätzlich die Haut. Sie können ohne Berührung aufgetragen werden und lindern sofort den Schmerz.

Entzündungshemmer und Schmerzmittel
(z.B. Acetylsalicylsäure, Ibuprofen) wirken den entzündlichen Prozessen bei Sonnenbrand entgegen. Rechtzeitig eingenommen wird die Ausschüttung der entzündungsfördernden Stoffe vermindert und die Sonnenbrandsymptome werden abgeschwächt.

Bestimmte Medikamente (Antibiotika z.B. Tetracycline, Mittel gegen Diabetes, blutdrucksenkende Mittel, Rheuma-Mittel oder Psychopharmaka) können die Haut empfindlicher für Sonnenlicht machen. Durch den Aufenthalt in der Sonne kann es zu unerwünschten Hautreaktionen kommen (Rötung, Brennen, Juckreiz). Meiden Sie während der Einnahme solcher Medikamente die direkte Sonneneinstrahlung.
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Medikamente gegen Sonnenbrand

Kortisonhaltige Medikamente beschleunigen die Wundheilung und lindern den Juckreiz. Entzündliche Prozesse gehen zurück. Die ohne Rezept erhältlichen Einreibungen enthalten den Wirkstoff Hydrokortison. Sie sollten 2-3 Mal täglich dünn auf die verletzte Haut aufgetragen werden. Antihistaminika wie Bamipin, Chlorphenoxamin, Clemastin oder Dimetinden zeigen ebenfalls entzündungshemmende und juckreizstillende Effekte. Die meisten Wirkstoffe werden als Gel angeboten. Sie haben den Vorteil, dass sie zusätzlich kühlen und dadurch abschwellend wirken. Reiben Sie die betroffenen Hautstellen mehrmals täglich ein.

Sowohl Hydrokortison- als auch Antihistaminika haltige Medikamente dürfen nicht mit den Augen oder mit Schleimhäuten (Nase, Mund) in Berührung kommen. Waschen Sie deshalb nach dem Auftragen gründlich die Hände. Beide Wirkstoffe eigenen sich nicht zur Behandlung großer Körperflächen.
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Wichtig bei der Behandlung von Lichtdermatosen

Wenn die „Sonnenallergie“ sehr stark ausgeprägt ist, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt die Sonnenallergie auch selbst behandeln. Doch auch dann gibt es einiges zu beachten.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen
Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch Mittel zum Einreiben zeigen Wechselwirkungen, wenn sie großflächig angewandt werden. Hinweise dazu finden Sie im Beipackzettel. Bei konkreten Fragen zur „Sonnenallergie“ und individuellen Problemen berät Sie Ihre Apotheke gerne.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • die Haut sehr stark reagiert (Rötungen, heftiger Juckreiz, Brennen, entzündliche Prozesse, starker Hautausschlag)
  • die Hautreaktion sehr großflächig ist
  • Sie sich durch die Beschwerden stark beeinträchtigt fühlen.

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Lichtdermatosen („Sonnenallergie“): Hilfe aus der Apotheke

Vorbeugen ist bei Lichtdermatosen die wichtigste Maßnahme. Beachten Sie für den ungestraften Sonnengenuss ein paar Regeln:
  • Gewöhnen Sie sich zu Beginn der Sonnensaison langsam an die Sonne
  • Meiden Sie die intensive Mittagssonne zwischen 11.00 und 14.00 Uhr.
  • Bedenken Sie, dass auch bei bewölktem Himmel ein beachtlicher Teil der UV-Strahlung auf die Erdoberfläche gelangt.
  • Sonnenstrahlen können auch Kleidung durchdringen: Kunstfasern lassen bis zu 50% der UV-A-Strahlung durch, Kleidungsstücke aus Baumwolle oder Leinen nur 10%. Für sehr empfindliche Menschen gibt es Kleidung mit ausgewiesenem UV-A-Schutz.
  • Verwenden Sie bei Mallorca-Akne fettfreie beziehungsweise emulgatorfreie Produkte, z.B. Sonnengel. Sowohl Fett als auch Emulgatoren gelten als typische Auslöser der Beschwerden. Das gilt auch für andere Körperpflegeprodukte kurz vor und während des Sonnenurlaubs.
  • Auch chemische Lichtschutzfilter können eine Lichtdermatose auslösen. Mineralische Lichtschutzfilter mit Mikropigmenten (z.B. Titandioxid oder Zinkoxid) lösen im Allgemeinen keine Lichtdermatosen aus und sind daher bei Reaktionen auf Sonnenschutzprodukte besonders geeignet.
Sonnenschutz bei „Sonnenallergie“

Verwenden Sie Sonnencreme mit Breitbandwirkung gegen UV-A- und UV-B-Strahlung und einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor. Der Lichtschutzfaktor sollte für Betroffene mit PLD (polymorphe Lichtdermatose) 30 und höher sein. Tragen Sie die Sonnenmilch bereits 30 Minuten vor dem Sonnenbad reichlich auf, für eine Anwendung benötigt man 25-30ml. Ihre Apotheke hält zahlreiche Sonnenschutzpräparate bereit und berät Sie individuell zum geeigneten Sonnenschutzmittel.

Vitamine und Mineralstoffe


Empfindliche Personen können ihre Haut durch die Einnahme von hautschützenden Substanzen auf die Sonne vorbereiten. Durch bestimmte Vitamine und Mineralstoffe können Sie einer „Sonnenallergie“ vorbeugen oder mildern. Beginnen Sie dafür etwa 2-4 Wochen vor dem Sonnenaufenthalt mit der Einnahme.

Antioxidantien

Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E und Selen schützen vor zellzerstörenden freien Radikalen. Diese entstehen durch den Einfluss der UV-Strahlung im Körper. Auch Beta-Carotin (Provitamin A), eine Vorstufe von Vitamin A, entschärft aggressive freie Radikale. Allerdings erhöht die Einnahme von Beta-Carotin ab 20mg/Tag bei Rauchern das Lungenkrebsrisiko. Raucher sollten deshalb auf die Einnahme verzichten. Durch Antioxidantien soll die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht herabgesetzt werden. Die positive Wirkung durch die Einnahme von Antioxidantien ist nicht wissenschaftlich belegt. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen aber, dass Antioxidantien in der Sonnencreme die Allergie-vorbeugende Wirkung des Sonnenschutzmittels deutlich erhöhen.

Nikotinsäureamid und Folsäure

Die positive Wirkung der Einnahme von Nikotinsäureamid (Nicotinamid, Vitamin B3) kombiniert mit Folsäure (Vitamin B9) bei „Sonnenallergie“ ist wissenschaftlich bestätigt. Beide Vitamine sind an der Bildung des Hautfarbstoffes Melanin beteiligt. Melanin sorgt unter anderem für den Sonnenschutz der Haut durch Bräunung.

Omega-3-Fettsäure

Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl kann eine „Sonnenallergie“ mildern, wie wissenschaftliche Studien belegen. Diese Fettsäuren wirken positiv auf das Hautgleichgewicht und fördern den Eigenschutz der Haut.

Calcium

Manche sonnenempfindlichen Menschen haben gute Erfahrungen mit einer Calcium-Kur gemacht, auch wenn die positive Wirkung nicht wissenschaftlich belegt ist. Calcium soll die Freisetzung von Histamin (entzündungsfördernder Stoff bei allergischen Reaktionen) vermindern. Dadurch fallen die Hautreaktionen schwächer aus.

Behandlung
sonnenallergischer Hautreaktionen

Wenn die Lichtdermatose bereits ausgebrochen ist, verschaffen Kühlung und verschiedene Medikamente Linderung. Außerdem sollte nach möglichen Auslösern, wie beispielsweise Medikamenten, Parfüms, Nahrungsmitteln und ähnlichem geforscht werden. Auch das Beenden der Sonnenstrahlenexposition ist wichtig.

Zur Behandlung „sonnenallergischer“ Hautreaktionen eignen sich juckreiz- und entzündungshemmende Gele und Cremes. Sie enthalten beispielsweise Hydrokortison oder Antihistaminika (z.B. Bamipin, Dimetinden, Clemastin oder Chlorphenoxamin). Zubereitungen mit Hydrokortison lindern schnell die entzündlichen Prozesse und den Juckreiz. Heilungsprozesse werden beschleunigt. Antihistaminika wirken ebenfalls dem Juckreiz und den hautschädigenden Veränderungen entgegen. Sie hindern den entzündungsfördernden Botenstoff Histamin an seiner Wirkung. Diese Substanz ist maßgeblich bei der Auslösung „sonnenallergischer“ Reaktionen beteiligt. Experten vermuten, dass Histamin auch bei der „Sonnenallergie“ für die Hautreaktionen mitverantwortlich ist. Einreibungen mit Antihistaminika dürfen nicht auf offene Wunden oder entzündete Hautflächen aufgetragen werden. Bei großflächiger Anwendung kann es zu Nebenwirkungen kommen, insbesondere bei Kindern.

Antihistaminika
zum Einnehmen (z.B. Cetirizin, Demitinden, Loratadin) gibt es beispielsweise als Tropfen, Tabletten, Dragees oder Saft. Sie helfen, wenn die lokale Anwendung nicht ausreicht. Bei bekannter „Sonnenallergie“können sie auch vorbeugend eingenommen werden. Man beginnt dann bereits 3 Tage vor Urlaubsbeginn mit der Einnahme und führt sie über die gesamte Aufenthaltsdauer fort. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten. Antihistaminika sollten am besten abends eingenommen werden, da sie einen mehr oder minder stark ausgeprägten, müde machenden Effekt besitzen.
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Antiallergisch wirksame Medikamente zum Einnehmen

Bei „sonnenallergischen“ Reaktionen helfen Antihistaminika. Sie verhindern die Wirkung juckreiz- und entzündungsfördernder Botenstoffe. Antihistaminika sind im Allgemeinen gut verträglich. Es kann allerdings zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit kommen. Dadurch kann auch das Reaktionsvermögen beeinträchtigt werden. Bei den neueren Produkten sind diese Effekte allerdings nicht so stark ausgeprägt. Meistens reicht eine einmalige Einnahme pro Tag. Der optimale Zeitpunkt dafür ist abends, müde machende Effekte stören dann weniger. Je nach Arzneistoff können auch zwei Anwendungen morgens und abends erforderlich sein. Antihistaminika können die Wirkungen zahlreicher Medikamente stören. Alkohol oder bestimmte Schlaf- und Beruhigungsmittel werden in ihrer Wirkung beispielsweise verstärkt.

Meiden Sie solche Kombinationen und beachten Sie die Hinweise im Beipackzettel. Dort sind alle bekannten Wechselwirkungen zwischen Antihistaminika und anderen Arzneistoffen aufgeführt. Ihre Apotheke berät Sie gerne.
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Cremeflasche
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Gele und Cremes mit Antihistaminika oder Hydrokortison helfen bei Sonnenbrand und Sonnenallergie. Sie hemmen den Juckreiz und die Entzündung.
Wasserflaschen
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Viel trinken unterstützt die Heilung bei Sonnenbrand ebenso wie kühlende Umschläge.
Lachssteak
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Fischöl enthält Omega-3-Fettsäuren, die nachweislich Sonnenallergien mildern können. Sie wirken positiv auf das Hautgleichgewicht und fördern den Eigenschutz der Haut.